SALAM.ORIENT
MUSIK, TANZ UND POESIE
AUS ORIENTALISCHEN KULTUREN

PRESSE-INFORMATION 2010

9 Jahre Musik, Tanz & Poesie aus orientalischen Kulturen

12. Oktober bis 5. November 2010

Odeon-Theater Dschungel Wien | Hauptbibliothek | OST Klub | Palais Kabelwerk
Porgy & Bess | Restaurant Dionysos | Sargfabrik | Wiener Metropol

Projekt von: Norbert Ehrlich | Vienna Acts

Im Zentrum der 9. Ausgabe von "Salam.Orient. Musik Tanz und Poesie aus orientalischen Kulturen" stehen dieses Jahr ungewöhnliche Crossover-Projekte zwischen Ost und West, traditionellen und zeitgenössischen Musiken.
Besondere Aufmerksamkeit gilt zudemder Türkei – wobei sowohl innerhalb als auch außerhalb der Türkei lebenden MusikerInnen eine Bühne geboten wird.
Das Programm umfasst insgesamt 12 Veranstaltungen.
Die Bandbreite reicht von Konzerten und Theaterperformances über eine Fotoausstellung bis zu einer Lesung mit anschließender Diskussion.
Performed, ausgestellt und musiziert wird vom 12. Oktober bis 5. November 2010 in acht renommierten Spielorten in Wien:
im Dschungel Wien, in der Hauptbücherei Wien, im OST Klub, im Porgy & Bess, im Restaurant Dionysos, in der Sargfabrik, im Wiener Metropol sowie erstmals Palais Kabelwerk.


Festivalinitiator und -leiter Norbert Ehrlich über das Programm von Salam.Orient 2010:
"Viele der KünstlerInnen aus dem Orient, die wir heuer einladen, haben sich ihrerseits auf Fremdes eingelassen: Türken musizieren mit Österreichern, Deutschen, Holländern, Tunesier mit Polen, der amerikanische Großmeister der Minimal Musik Terry Riley spielt mit dem Tabla-Virtuosen Talvin Singh indische Ragas. Mit dem Sänger Cheikh Lô gastiert der Vertreter eines vielschichtigen westafrikanischen Kulturraumes, in dem Sprachen wie Wolof, Bambara, Französisch und Spanisch gleichwertig verwendet werden.
Insofern könnte man seine Musik als Vorgriff auf ein
globalisiertes 21. Jahrhundert verstehen, in dem kulturelle Vermischungen und Kooperationen für ein völlig neues Lebensgefühl sorgen."

Salam.Orient 2010 knüpft an die Festivals Focus on Israel (2001), Salam.Islam (2002, 2003) und Salam.Orient 2004 bis 2009 an.
Das Ziel: Kunstschaffende dieser facettenreichen, in sich sehr heterogenen und differenzierten Kulturen auf die Bühne zu bringen, um einen Beitrag zu deren besserem Verständnis zu leisten.



Presse-Rückfragehinweis:

Mag.a Martina Montecuccoli
content & event GesbR
Tel. + 43-(0)1-310 60 42
Mob. + 43-(0)699-19 25 49 77
montecuccoli@content-event.at

Gabriele Müller-Klomfar
GAMÜKL
Mob. + 43-(0)699/19 13 14 11
office@gamuekl.org

Salam.Orient 2010 - Programmübersicht

(ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN)

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Pre-Opening
PALESTINE REMAINS MY MELODY
/Österreich, Palestina
Konzert mit Marwan Abado & Band

MO, 11. 10.  19.30h
Odeon-Theater
Taborstraße 10, 1020 Wien

Kartenpreis:

Marwan Abado präsentierte sein bereits im Vorjahr im Rahmen des Festivals "Salam Orient" in Wien vorgestellte Programm "Nard" bei einer höchst erfolgreichen Tournee im Nahen Osten im vergangenen Mai. Die Konzerte in Amman, Damaskus, Aleppo, Sidon und Beirut wurden von knapp 3.000 Menschen besucht, das Medienecho war äußerst positiv.
Die von der "Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen" organisierte Tournee fand im Rahmen des 60jährigen Bestandsjubiläums des UN-Palästinahilfswerkes UNRWA statt. Der Erlös der Tournee von rund € 50.000,-- wurde UNRWA für Bildungsprojekte zur Verfügung gestellt.

Das Konzert am 11.10. in Wien stellt gewissermaßen den Abschluss dieser Tournee statt. Im Rahmen des Konzertes werden auch Ausschnitte aus TV-Berichten gezeigt.



 



marwan
Foto-Credit:
Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

marwan
Foto-Credit:
Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

Eine Veranstaltung der "Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen" mit Unterstützung des Festivals "Salam Orient"

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Ausstellung "ZERBROCHENE SPIEGEL" – KIRIK AYNALAR/Türkei

Mesut Tufan/ Türkei:
Von Sarajevo nach Jerusalem
-
Muslime in Europa – Christen im Nahen Osten


DI, 12. – SA, 23. 10.  
Palais Kabelwerk – ARTspace
1120 Wien-Meidling/Kabelwerk – Getrude-Wondrack-Platz 4
Eintritt frei!

ERÖFFNUNG am 12. 10. um 19 h mit einem Statement von
Mesut Tufan plus anschliessenden Gespräch mit Hakan Gürses.
Buffet.
Simultanübersetzung türkisch/deutsch

Öffnungszeiten: Mi – Sa 17- 20 h
und bedarfsorientiert nach tel. Voranmeldung unter 01 7133594 - 28

Die Ausstellung "Zerbrochene Spiegel – Kirik Aynalar" möchte vor allem die Frage beantworten, wie "der Andere" beschaffen ist, sich selbst sieht. Der andere Glaube, die andere Kultur, die anderen Individuen, aber auch Gemeinschaften.
Untersucht und dargestellt werden Menschen und Objekte aus den Balkan-Gebieten sowie aus dem Nahen Osten. Und ihre wechselvolle Geschichte seit dem Zerfall der großen Reiche, der großen Sicherheiten. Ziel ist es auch, die andere Seite verständlich und nacherlebbar zu machen.
Wenn Religionen Frieden, Einheit und das Miteinander begründen wollen, müssen sie die andere Seite verstehen können, die fundamentalen Gemeinsamkeiten besser benennen und die Unterschiede akzeptieren lernen, um glaubwürdig zu verkünden, dass wir trotz Unterschiedlichkeit zusammenleben müssen und wollen.

mirrors
 


In Kooperation mit:
vidc

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Lesung MANSOURA EZ ELDIN & MUSTAFA ZIKRI/Ägypten
DO, 14. 10., 18.30h
HAUPTBÜCHEREI WIEN, Urban-Loritz-Pl. 2a, 1070 Wien
Eintritt frei!

Lesung aus dem Buch "Wara´al Firdaus" (Jenseits von Eden)
Mansoura Ez Eldin – NN (deutsche Übersetzung)
Lesung aus dem Buch "Viel Lärm um ein gotisches Labyrinth"
Mustafa Zikri – NN (deutsche Übersetzung)

Podiumsdiskussion mit
Hassan Hammad | Herausgeber der Zeitschrift für arabische Literatur "Lisan"
Mansoura Ez Eldin | Schriftstellerin, Kairo
Mustafa Zikri| Schriftsteller, Kairo
Hoda Salah | Politikwissenschafterin FU Berlin
Moderation: Viola Raheb
Simultanübersetzung: arabisch/deutsch

Ziel des Leseabends "Blickwechsel. Nachrichten aus einem neuen Ägypten"
ist die Vorstellung zeitgenössischer ägyptischer Literatur jenseits orientalisierender Klischees:
Veränderte gesellschaftliche Wirklichkeiten und neue Frauenrollen sind genauso Thema wie künstlerische Verfahren, die diese Texte als durch und durch zeitgemäß ausweisen.
Anschließend wird über das heutige Ägypten als modernes, widerspruchsvolles Land voller kultureller Differenzen diskutiert.

 
Eldin Foto-Credit: Manzoura / Osama Farouq
Abdruck honorarfrei bei Namensnennung
 
zikry Foto-Credit: LISAN Verlag/Hany El-Gowely
Abdruck honorarfrei bei Namensnennung
 

In Kooperation mit:

vidc

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DER FLIEGENDE TEPPICH | Österreich.
Musik aus dem Osten für Menschen ab 5 Jahren mit Marko Simsa & Marwan Abado & Aljoscha Biz & Peter Rosmanith

FR, 15. 10., 9h, 10.30h,16.30h
DSCHUNGEL WIEN, Museumspl. 1, 1070 Wien
Kartenpreis: für Kinder, Jugendliche, StudentInnen, Erwachsene € 7,50
SchülerInnen im Klassenverband € 5,00

"Der fliegende Teppich" Die Lieferung eines Teppichs durch den arabischen, russischen und niederösterreichischen Mitarbeiter eines Teppichhändlers bringt uns mitten hinein in eine phantasievolle und musikalische Reise mit Klängen aus dem Orient, aus der russisch-jüdischen Musik und aus dem Waldviertel.

Der Teppich dient uns dabei nicht nur als Symbol für das Reisen, er steht (liegt bzw. fliegt) auch für Gemütlichkeit, Geschichten, Kommunikation, Farben, Muster, Reichtum... -
Auf dem Teppich können wir uns niederlassen, wir können die Wände mit ihm schmücken, seine Muster und Farben bestaunen, auf ihm davonfliegen und natürlich musizieren!
Marwan Abado spielt einfühlsam auf der arabischen Laute, der Ud, Aliosha Biz bringt jüdische (und andere) Musik virtuos auf der Geige, die beiden kennen sich von vielen gemeinsamen Konzerten mit Allegre Corréa, Krzysztof Dobrek und Roland Neuwirth, der vielseitige Percussionist Peter Rosmanith spielt seit Jahren mit Marwan Abado und in speziellen Kinderprojekten mit Marko Simsa, zu viert bringen sie ein Konzert auf die Bühne, auf das sich alle Kinder und Erwachsenen freuen dürfen, die gern Geschichten hören, die gern in andere Kulturkreise eintauchen und die sich vor allem gern von einem einmaligen musikalischen Erlebnis begeistern lassen möchten.

ALTERSGRUPPE: ab 5 Jahren
SPIELDAUER: ca. 1 Stunde

 
teppich Foto-Credit:
Abdruck honorarfrei
 

In Kooperation mit:

vidc

YES THEATRE | Hebron Refugee Camp-Palästina

Arabisches Jugendtheater für Menschen ab 15 Jahren

SA, 16. 10. 20h
MO, 18. 10.  10h

DSCHUNGEL WIEN, Museumspl. 1, 1070 Wien

Kartenpreis:abends ab 18 Jahren € 13,00
Kinder, Jugendliche, StudentInnen, Erwachsene € 7,50
Schüler im Klassenverband € 5,00

Yes-Theatre: "Wir versuchen Hoffnung zu geben.", sagt Reed Shukri, Mitarbeiter des YES-Theatre in Hebron und Partner des Weltfriedensdienstes.
"Ein Mensch ohne Hoffnung ist ein gefährlicher Mensch. Gelingt es aber, jemanden mit Hoffnung zu erfüllen, auf Morgen, auf die eigene Zukunft, stellt er keine Gefahr mehr dar."

Im palästinensischen Hebron sind die Bedingungen für eine positive Zukunftsperspektive für junge Menschen denkbar schlecht. 
Die israelische Armee ist ständig präsent, die Grenze zu israelisch-jüdischen Siedlungen verläuft quer durch die Stadt. Repressionen durch die Armee und gewalttätige Auseinandersetzungen mit israelisch-jüdischen Siedlern sind an der Tagesordnung.
Diese Erfahrungen können traumatisieren, Hoffnungslosigkeit verbreiten, Hass schüren und die Spirale der Gewalt in der palästinensisch-israelischen Krisenregion weiter vorantreiben. Das Yes-Theatre in Hebron versucht diesen Entwicklungen mit theater-pädagogischen Mitteln zu begegnen. Kinder und Jugendliche können im Yes Theatre durch darstellendes Spiel traumatische Erfahrungen verarbeiten, lernen andere Blickwinkel auf sich selbst und ihr Umfeld kennen und erlernen Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktbearbeitung.

Für Tausende SchülerInnen in Hebron werden inzwischen Theatervorstellungen organisiert. Im Anschluss an die Aufführungen werden die gesehenen Stücke mit dem Publikum diskutiert. Alternative Handlungen und künstlerische Aspekte kommen zur Sprache und helfen Sichtweisen zu hinterfragen. In Workshops und Rollenspielen werden 40 Jugendliche mit Methoden der Mediation und konstruktiven Konfliktbearbeitung vertraut gemacht.
Sie sollen selbst zu Multiplikatoren für das Erlernte werden. Die palästinensischen Mädchen und Jungen wachsen so zu Hoffnungsträgern für die palästinensische Gesellschaft heran und setzen dem Schauspiel alltäglicher Gewalt, Hoffnung und Solidarität entgegen.

Nach dem beeindruckenden Gastspiel des "Freedom Theatre Jenin" im jahr 2009 freuen wir uns darüber, 2010 abermals eine Jugendtheatergruppe aus Palästina bei Salam.Orient zu präsentieren.


Info: yestheatre.org


In Kooperation mit:


vidc   dschungel

 
yes Foto-Credit:
Yes Theatre, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung
yes Foto-Credit:
Yes Theatre, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

BARANÁ QUINTETT | Türkei, Niederlande
Turkish Classic meets Jazz


1140 Wien, Goldschlagstrasse 169

DO, 21. 10.
 20h
Kartenpreis: € 20,00 | Ermäßigungen

"Sometimes delicate, sometimes orchestral, but always innovative and playful" (De Volkskrant).
"The music of Baraná is not just exciting, funny and melancholic, it's also dead beautiful" (Moors Magazine).

Machen sie türkische Musik oder europäische? Ist es Jazz? Alte Musik oder Neue? Komponiert oder doch improvisiert? Handelt es sich um eine Gruppe oder gleich um mehrere?
Das facettenreiche Crossover-Konzept des türkischen Sängers und Multi-Instrumentalisten Behsat Üvez und des holländischen Rohrblattspielers Steven Kamperman reißt seit 2002 international Publikum wie Presse zu regelrechten Begeisterungsstürmen hin - und dies nicht nur dank der sicht- und hörbaren Spielfreude, mit der hier alle Beteiligten ans Werk gehen:
Voller Vielfalt und spielerischer Improvisation, ohne jedoch die alten Wurzeln zu vergessen, sind Baraná zu Meistern einer spannenden Mischung avanciert.
Ein wiederkehrendes Element ihrer frischen Annäherung ist das Zusammentreffen - von Ideen, Kulturen und nicht zuletzt starken Musikpersönlichkeiten, das eine bislang ungehörte musikalische Sprache entwickelt.
Im Quintett kommunizieren die beiden mit dem virtuosen Bart Lelivelt am Akkordeon, dem deutschen Kontrabassisten und Improvisator Meinrad Kneer sowie dem Schlagzeuger Sebastian Demydczuk aus Polen. Die Basiszutaten sind türkisch und holländisch, das Resultat hingegen übersteigt alle möglichen musikalischen Kategorien und bekommt Raum, sich in viele Richtungen zu bewegen:
Jagende Rhythmen, heißblütige Balladen, abenteuerliche Improvisationen.

Behsat ÜVEZ - Stimme, Saz, Perkussion
Steven KAMPERMAN – Sopransaxophon, Klarinette
Bart LELIVELT - Akkordeon
Meinrad KNEER - Kontrabass
Sebastian DEMYDCZUK - Schlagzeug

Info: barana.nl

 

In Koproduktion mit:


Sargfabrik



barana
Foto-Credit:
Allard Willemze, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung
barana
Foto-Credit:
Sanne Schouwink, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung
barana
Foto-Credit:
Allard Willemze, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

TERRY RILEY & TALVIN SINGH & GEORGE BROOKS | USA, England
Minimal Music meets Indian Ragas

SA, 23. 10., 20.30h
PORGY & BESS, Riemerg. 11, 1010 Wien
Kartenpreis: € 25,00 | Ermäßigungen

Terry Riley ist der David Copperfield der repetitiven Minimalmusik. Der Vorreiter von New Age und Ambient Music zieht seit Mitte der Sechziger die größten Musiker dieses Planeten in seinen Bann.
Die Rockband Velvet Underground integriert seine geloopten Samples in ihre Stücke; Brian Eno, Komponist, Arrangeur und Mitbegründer von Roxy Music lässt sich von seinen atmosphärischen Klängen inspirieren; Soft Machine widmen ihm ein Album; Kraftwerk und die Elektropop-Szene übernehmen seine Radikalität. Und auch the Who huldigen Terry in "Baba O´Riley". Der Song beginnt mit einer der berühmtesten Kompositionen des Zaubermeisters der Trancemusic.


Zur Feier seines 75. Geburtstages spielen Terry Riley, Talvin Singh und George Brooks indische Ragas, welche sich mit Jazz und Minimal Music verbinden. Ebenso spannend wird die Begegnung mit Talvin Singh, dessen Projekt "Tablatronic" wir 2006 bei Salam.Orient begrüßen durften, in einem traditionellen und gleichzeitig experimentellen Kontext.

Lebendige Musik muss Schritt halten mit einer sich ständig verändernden Welt. Die große klassische Tradition der indischen Musik sieht sich ebenso herausgefordert durch die immer höhere Geschwindigkeit der Moderne. Technologische Innovationen und der ökonomische Kampf ums Überleben lassen wenig Raum für Besinnung und Reflexion.
Bei seiner Rückkehr nach Europa nach langer Abwesenheit unternimmt Terry Riley genau diesen Versuch, Altes mit Neuem zu verbinden, um gemeinsam mit Talvin Singh und George Brooks traditionelle Ragas in Arrangements für Piano, Stimme, Saxofon und Tablas zu präsentieren.
Dabei stehen einige Themen des Meisters Pran Nath aus der Kirana Tradition - Darbari, Bageshri, Malkauns, Yemen and Bhimpolasi - im Zentrum.
Zusätzlich werden ein paar Werke aus dem Riley-Brooks Duo-Repertoire aufgeführt, wie Teile aus "Salome Dances for Peace" und "Ebony Horns". Jeder Musiker wird auch ein Solo-Stück aufführen.

Info: terryriley.net  talvinsingh.com  georgebrooks.com


Terry Riley
Foto-Credit:Terry Riley / Stuard Brinen
Abdruck honorarfrei bei Namensnennung
Talvin
Foto-Credit:
Talvin Singh, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung
brooks
Foto-Credit:
George Brooks / Irene Young, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

NOMAD SOUND SYSTEM & DJ IPEK | Deutschland, Türkei
Oriental Future-Pop aus Berlin

MO, 25. 10., 22h
OST KLUB, Schwarzenbergpl. 10, 1040 Wien
Kartenpreis: € 12 / 9

Das Multikulti-Quintett um den tunesischen Sänger Karim Sfaxi steht für Orient-Songs, die clubtauglich und cool sind, aber auch auf dem Popmarkt bestehen können. Ähnlich wie es die angesagten Acts der britischen Bhangra-Szene von Juggy D bis Panjabi MC mit den Traditionen aus Indien und Pakistan vorgeführt haben, verlässt sich das Nomad Sound System auf die verschlungene Melodik und die geheimnisvolle Atmosphäre der maghrebinischen Musik, und befeuert sie in einem urbanen Klangrahmen mit Drum N´Bass, HipHop oder Garage.
Dabei profitiert die bunte Truppe aus Kreuzberg von den Erfahrungen ihrer Mitglieder, die als Hochzeitssänger, DJ, Produzent oder Session-Musiker schon jahrelang unterwegs waren:
Underground-Attitüde trifft auf Popappeal, Tradition auf Hightech.

 

Ipek Ipekçioglu (∗ 1972 in München), auch bekannt als DJ Ipek oder DJane Ipek, ist eine international renommierte, mehrfach ausgezeichnete Berliner She-DJ und freie Autorin. Als Eventmanagerin und Aktivistin ist sie Teil des Künstlernetzwerkes Kanakwood und Mitbegründerin zweier Vereine. Daneben tritt die studierte Sozialpädagogin als Referentin zum Themenkreis "Homosexualität und Migration" auf.
Die türkischstämmige Deutsche, die offen homosexuell lebt, studierte Sozialpädagogik. Ihre Diplomarbeit schrieb sie 1997 über das Thema "Lesbisch und Türkisch! Ein Widerspruch!?" - ein Selbstbildnis der lesbischen Immigrantinnen der 2. Generation aus der Türkei, die ihren Lebensmittelpunkt in der BRD haben.
Eine Reihe ihrer späteren Aufsätze zu Identitätspolitik und Homosexualität wurden in Fachzeitschriften bzw. -büchern veröffentlicht.
Ihre stilbildende Mixtur aus Techno und Bauchtanzrhythmen, aus orientalischen, türkischen, kurdischen, aber auch anderen, beispielsweise griechischen, indischen oder karibischen Musikelementen ist als "Berliner Ethno-House" bezeichnet worden.
Der Musikkritiker Daniel Bax nannte sie in diesem Zusammenhang eine "Zeremonienmeisterin der transkulturellen Völkerverständigung". Dies ergänzend stellt DJ Ipek in Bezug auf ihren speziellen Stilmix heraus, sie scheue sich nicht, musikalische und politische Tabus zu brechen. Auf der Bühne begleiteten sie verschiedene Künstler wie Mercan Dede, Baba Zula, dZihan & Kamien und Nithin Sawney.
2006 gab die Berlinerin das Album Beyond Istanbul heraus, das im In- und Ausland sehr positive Kritiken erhielt. Die Süddeutsche Zeitung nannte sie eine musikalische wie politische "Visionärin", deren "eklektizistische Entdeckungsreise [...] unmittelbar in ein Land der krassen gesellschaftlichen Umbrüche [führt], weit jenseits der Klischees und bekannter Pop-Exporte wie Sänger Tarkan."



Info: previewroom.de dj-ipek.com

Kartenvorverkauf über WienXtra!


AMINE & HAMZA | Tunesien |
Tunifunk: Arabische Klassik meets Jazz

DO, 28. 10., 20h
SARGFABRIK, Goldschlagstr. 169, 1140 Wien
Kartenpreis: € 20,00 | Ermäßigungen

Zwei Brüder - eine Leidenschaft:
Fernab von jeglichen musikalischen Stereotypen stimmt das Geschwisterpaar aus Tunesien seine traditionellen Instrumente Oud und Kanun an - gleichsam als Einladung für uns alle in einer Welt zu reisen und zu träumen, die keine geographischen Grenzen mehr kennt.
Aufgewachsen unter den Einflüssen ihrer Heimat und der orientalischen Musik haben die zwei ihre Ohren und Herzen für die Klänge des ganzen Globus weit geöffnet. Diese Empfänglichkeit erlaubte ihnen, eine eigenständige Musik zu entwickeln, die zwar auf arabischen Elementen wie Maqam und Improvisation basiert, aber in einer wahren Meisterschaft ihrer Instrumente weit darüber hinaus einen dynamischen Ausdruck eröffnet.
Amine & Hamza, gern gesehene Gäste einschlägiger Veranstaltungen wie BBC International World Festival, sind auf der ständigen Suche nach neuen Sounds, Rhythmen und dem Mischen der verschiedenen kulturellen Einflüsse.

Das aktuelle Projekt (und gleichnamige siebente CD-Produktion) "Perpetual motion" ist dabei eine Weltpremiere ihres Genres:
Zum ersten Mal treffen Oud und Kanun auf ein klassisches westliches Streichquartett dieser Güte, was Komposition, Harmonie und Virtuosität betrifft, ohne jedoch die improvisierende Basis zu verlassen. Unter der Leitung des polnischen Pianisten und Arrangeurs Nikola Kolodziejczyk umgeben die Streicher die Musik mit einer anregenden und lebendigen Atmosphäre, die die stark melodieorientierten Kompositionen noch intensiver werden lassen. Auf hochentwickelten Stücken, herausfordernder Rhythmik, emotionaler Ausdruckskraft und intensiver Energie fußend und geboren aus dem Wunsch musikalisch wie menschlich ohne Grenzen und Hindernisse zu kommunizieren, liefern Amine & Hamza eine neue Vision zeitgenössischer Weltmusik.

Amine MRAIHI - Oud
Hamza MRAIHI - Kanun
Nikola KOLODZIEJCZYK - Piano
Goran MILOSEVIC - Perkussion
Alicja SIERPINSKA - Violine
Wojciech WITEK - Viola
Aleksandra RYBAK - Cello
Paulina TARNAWSKA - Violine

CDs: Ala Mar Azaman (2003); Il a Hounak (2004); Asfar (2005); Things May Change (2006)

Info: amine-hamza.com

In Koproduktion mit:


Sargfabrik




Foto-Credit:
Thomas T. Moe, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

Foto-Credit:
Zied Ben Romadhane, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

HAFLA – EIN ORIENTALISCHES FEST
Orientalischer Tanz, Musik & kurdische Küche

SA 30. & SO 31. 10., 20h
RESTAURANT DIONYSOS, Kochg. 9, 1080 Wien
Kartenpreis: € 16 | 14

Die Hafla — ein ausgelassenes Fest mit orientalischem Flair — findet dieses Jahr aufgrund der großen Nachfrage an zwei Abenden statt.
Der programmatische Bogen spannt sich von Livemusik bis zu den neuesten Beats aus Bollywood.
Es wird getanzt, geplaudert und man genießt Köstlichkeiten aus der kurdischen Küche.

Das Herzstück jeder Hafla ist die Tanzperformance. Das Tanzstudio Chiftetelli feiert heuer die ersten 20 Jahre seines Bestehens. Aus dem neuen Team an Lehrern werden Asmahan, Samaya und Nour das Programm bestreiten: Nour El Hadi ist Spezialist für ägyptische Folklore und Modern Oriental Dance, Asmahan ist ausgebildete Tanzlehrerin und seit 2008 Mitglied des von Nour El Hadi gegründeten Ensembles "Ahlam al Nil". Samaya nahm 1993 aus Neugierde an einem orientalischen Tanzworkshop teil - es war Liebe auf den ersten Schritt.

 

In Koproduktion mit:


Chiftetelli

Foto-Credit:
zVg; Abdruck honorarfrei


Foto-Credit:
Armin Bardel, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

ALP BORA & NIM SOFYAN | Türkei, Österreich
World Music zwischen Istanbul und Wien

DI, 02. 11., 20h
WIENER METROPOL, Hernalser Hauptstr. 55, 1170 Wien
Kartenpreis:AK € 19,00 | VVK € 17,00


Wien: eine Metropole, ein Ort des Austausches und der Vermischung, ein Ort, wo jeden Tag Musiker aus aller Herren Länder eine neue gemeinsame musikalische Sprache kreieren.
Nim Sofyan - in der Musik Anatoliens bezeichnet er den 2/4-Takt, in der mitteleuropäischen World-Music ist er der Name einer exzeptionellen Band. Zentrales Element des Repertoires sind Lieder aus der Türkei und aus Griechenland, die der Sänger und Gitarrist Alp Bora aus seiner Jugend in Istanbul mitgebracht hat. Seine Bandkollegen Paul Dangl und Johann Öttl verweben diese in durchdachten Arrangements mit Eigenkompositionen zu einem harmonischen Ganzen.
Die Musiker fanden 2002 in Wien zusammen, schon 2004 gewannen sie den Österreichischen Weltmusik-Preis. Anschliessend führten Tourneen Nim Sofyan durch die ganze Welt, von England nach Indien, von Tunesien nach Belgien, von Deutschland nach Syrien.
CD: Agora (Galileo MC, Mai 2010)

Info: alpbora.net


Foto-Credit:
Magdalena Blaszczuk, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

Foto-Credit:
Michael Reiter, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

MUNADJAT YULCHIEVA & ENSEMBLE | Usbekistan
Die große Stimme aus Usbekistan
In Koproduktion mit Sargfabrik

MI, 03. 11., 20h
SARGFABRIK, Goldschlagstr. 169, 1140 Wien
Kartenpreis: € 25,00 | Ermäßigungen

Die führende Vertreterin der klassischen Usbekischen Musik und seiner persischen Verwandten Shashmaqâm ist Munadjat Yulchieva, die 1960 in der Nähe der Hauptstadt Taschkent geboren wurde. Der volle Klang und erstaunliche Umfang ihrer ungewöhnlich starken und schönen Stimme erlauben der Sängerin Lieder, die klassisch Männern vorbehalten sind, in ihr Repertoire aufzunehmen. Viele der Stöcke sind Kompositionen ihres Lehrmeisters Shawqat Mirzaev, zumeist tritt Yulchieva auch mit dem Ensemble dieses berühmten Rubab-Spielers auf - begleitet von alten Instrumenten wie der zweisaitigen Laute Dutar oder der Rahmentrommel Doira. Glücklich kann sich schätzen, wer eines der raren Konzerte in unseren Breiten besucht und eine virtuose Künstlerin in prächtigen Kleidern mit hüftlangen Zöpfen erleben darf, die mit Erhabenheit und Charisma verblüfft.

Yulchievas außerordentliches Talent war bereits in jungen Jahren offenkundig und hätte sie beinahe aufs Opernfach festgelegt. Doch unbeirrbar zog es sie zu der langsamen, schmerzlichen Musiktradition ihrer eigenen Kultur - was schon durch ihren Namen vorherbestimmt zu sein scheint, meint er doch "Aufstieg zu Gott" oder einfach "Gebet". Die Ausnahmekünstlerin sagt über sich selber, ihr Gesang muss aus der Seele und dem Herzen kommen.

Die frühere Sowjetische Republik Usbekistan liegt im Herzen von Zentralasien zwischen Kasachstan und Turkmenistan. Die reiche Geschichte dieses Gebiets hat sich in der traditionellen Musik niedergeschlagen, die im Rhythmus, der Verwendung von Sufi-Dichtung sowie dem klassischem Maqam-Repertoire starke Verbindungen zu persischen und arabischen Elementen aufweist. Bis heute beeinflusst sie die KünstlerInnen zeitgenössischer Musik diese alten Traditionen weiterzuentwickeln.

Munojatkhon YULCHIEVA - Stimme
Shavkat MUKHAMEDOV - Rubab
Khodjimurad SAFAROV - Doira
Dilfuza KHAYDAROVA - Dutar


In Koproduktion mit:

Sargfabrik



Foto-Credit:
YULCHIEVA, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

Foto-Credit:
YULCHIEVA, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

Foto-Credit:
YULCHIEVA, Abdruck honorarfrei bei Namensnennung

CHEIKH LÔ | Senegal


FR, 05. 11., 20.30h
PORGY & BESS, Riemerg. 11, 1010 Wien
Kartenpreis: € 28,00 | € 24,00 | € 19,00

Der Sufi-Troubadour aus dem Senegal ist einer von Afrikas großen Einzelgängern.
Als Sänger und Songwriter, Gitarrist, Percussionist und Drummer verbindet er die Einflüsse West- und Zentralafrikas mit Funk, Cuban Music, Flamenco und Rumba. Seine bitter-süße Stimme ist ebenso unverwechselbar wie die Raffinesse seiner Arrangements.

Lô widmet sein gesamtes Leben und Musizieren der Bruderschaft der Baye Fall, die wiederum der größeren Vereinigung der Muriniden angehört. Salopp formuliert, ist eine religiöse Islam-Bruderschaft in Westafrika eine Art von Caritas für Menschen in Not á la senegalaise.

Der Muridismus wurde von Cheikh Ahmadou Bamba M´Beck Ende des 19. Jahrhunderts als Oppositionsbewegung gegen die französische Kolonial-Herrschaft gegründet. Es gibt eine Fülle von mythischen Geschichten über den Widerstand Bambas gegenüber der Behördenwillkür der Franzosen zu jener Zeit.. Bambas Schüler Cheikh Ibra Fall schuf danach die Baye Fall Bruderschaft, deren Mitglieder noch heute bunte Patchwork-Kleidung und Dreadlocks als Markenzeichen tragen.

Cheikh Lô wurde 1955 in eine senegalesische Familie in Burkina Fasos Bobo Dioulasso hineingeboren, einer Stadt nicht weit entfernt zur Grenze von Mali. Dort wuchs er auf, sprach Bambara (eine der Sprachen Malis), Wolof (die Hauptsprache des Senegal) und lernte Französisch. Sein Vater gehörte einer Familie an, in welcher seit langem die Traditionen der einheimischen Marabuts gepflegt wurden. Von Kind auf war klar, dass ihn nur die Musik interessierte.

In den 70ern war kongolesische Rumba ebenso wie kubanische Musik in ganz Afrika populär. Mit diesen Einflüssen wuchs er auf, spielte zunächst in der lokalen Band Orchestra Volta Jazz in Bobo Dioulasso, ging 1981 nach Dakar, der Hauptstadt des Senegal, wo er als Drummer und Sänger in diversen Bands im Hotel Savana ein internationales Repertoire erarbeitete.

1984 in Paris: zwei Jahre lang Studio – Schlafen – Studio als Session Musiker. Bei seiner Rückkehr nach Dakar wurde ihm klar, dass er mit seinen langen Dreadlocks nun nicht mehr wirklich willkommen im Hotel Savana war. Also begann er eigene Musik zu spielen.

Die erste Musikkassette erschien 1990 – "Doxandeme" ("Immigranten"). Er gewann Wettbewerbe, Youssou N´Dour begegnete ihm. "Immer wenn er die Chorusse sang, war ich von seiner Stimme überwältigt" erklärte Afrikas populärster Sänger damals und produzierte 1996 mit dessen erstes Album "Ne La Thiass" im dominanten, treibenden Mbalax-Sound Senegals. Auch heute noch sind alle, die Cheikh Lô live erleben, überwältigt von dieser großen Stimme Afrikas – wie einst Youssou N´Dour.

Im September 2010 erscheint zeitgerecht zur Europa-Tour von Cheikh Lô das neue Album "Jamm" bei World Circuit.

Seine Dread-Locks weisen auf Reggae-Roots, seine bunten Gewänder auf die Baye Fall Bruderschaft der Sufis im Senegal hin. Dennoch ist Cheikh Lô das alles und noch viel mehr. Seine Musik wird von Sounds aus seiner heimat ebenso geprägt wie von Funk, Cuban, Flamenco. Mit seiner bitter-süßen Stimme gilt er heute als einer der wichtigsten Interpreten der Mbalax-Musik Westafrikas.



Info: myspace.com/cheikhloofficial



Foto-Credit:
Abdruck honorarfrei

FESTIVAL SALAM ORIENT 2010

Programm Graz

Grazer Spielstätten
  Orpheum, Dom im Berg und Schloßbergbühne Kasematten GmbH


ORT: ORPHEUM
Orpheumgasse 8 8020 Graz


Fr,29.10.
Ausstellung "ZERBROCHENE SPIEGEL - KIRIK AYNALAR"
Mesut Tufan/ Türkei: Von Sarajevo nach Jerusalem -
Muslime in Europa – Christen im Nahen Osten
Eintritt frei!

Ausstellungseröffnung: 29.10.

> Details
Sa,30.10.
AMINE & HAMZA /Tunesien
Tunifunk: Arabische Klassik meets Jazz

> Details
Sa,31.10.
MURAT AYGAN